Barttransplantation: Lücken im Bart auffüllen
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General
13 September 2026
2 Min. Lesezeit

Barttransplantation: Lücken im Bart auffüllen

Bei einer Barttransplantation werden Haare aus dem Hinterkopfbereich in den Bart verpflanzt. Behandelt werden lückenhafter Wuchs, Narben nach Verletzungen oder Akne und ein von Natur aus dünner Bart. Das Prinzip entspricht der Kopfhaartransplantation, die Anforderungen sind aber andere.

Woher stammen die Haare?

In der Regel aus dem unteren Hinterkopfbereich, weil diese Haare in Struktur und Dicke dem Barthaar am nächsten kommen. Sie behalten allerdings ihre ursprüngliche Wachstumsgeschwindigkeit – transplantiertes Barthaar wächst deshalb oft schneller als das umliegende.

Wie viele Grafts sind nötig?

Für einzelne Lücken einige hundert, für den Aufbau einer vollständigen Bartkontur zwischen eintausendfünfhundert und dreitausend. Wangen und Kinn brauchen mehr als der Kieferbereich, weil dort die natürliche Dichte höher liegt.

Warum ist der Winkel hier besonders wichtig?

Weil Barthaare sehr flach aus der Haut austreten, deutlich flacher als Kopfhaare. Wird zu steil gesetzt, stehen die Haare ab und lassen sich nicht in Form bringen. Das fällt im Bart noch stärker auf als am Kopf.

Werden Einzelhaare gesetzt?

Im Bart fast ausschließlich. Natürliches Barthaar wächst überwiegend einzeln, weshalb Zweier- oder Dreiergruppen büschelig wirken würden. Das macht den Eingriff aufwendiger, weil mehr Einzelplatzierungen nötig sind.

Wie verläuft die Heilung?

Krusten bilden sich für etwa sieben bis zehn Tage, eine Schwellung ist in den ersten Tagen möglich. Rasieren ist frühestens nach zehn bis vierzehn Tagen erlaubt, zunächst nur mit dem Trimmer und ohne Druck auf die Haut.

Wann sieht man das Ergebnis?

Wie am Kopf fallen die Haare nach zwei bis vier Wochen zunächst aus. Neues Wachstum beginnt nach drei bis vier Monaten, das Endergebnis zeigt sich nach neun bis zwölf Monaten.

Ist eine zweite Sitzung üblich?

Bei großflächigem Aufbau nicht selten, um die Dichte zu erhöhen. Sinnvoll ist sie frühestens nach zwölf Monaten, wenn das erste Ergebnis vollständig gewachsen ist und sich der tatsächliche Bedarf beurteilen lässt.

Was ist vorher zu bedenken?

Die entnommenen Grafts fehlen am Kopf. Wer bereits Haarausfall hat oder mit ihm rechnen muss, sollte diese Ressource sorgfältig abwägen. Mehr dazu: Haartransplantation.

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