Haartransplantation in Oer-Erkenschwick
Bei einer Haartransplantation werden körpereigene Haarwurzeln aus einem dicht bewachsenen Bereich – meist dem Hinterkopf – entnommen und in lichte Zonen eingesetzt. Die entnommenen Wurzeln behalten ihre genetische Eigenschaft und bleiben deshalb dauerhaft. Der Eingriff erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung.
Für wen kommt der Eingriff infrage?
Voraussetzung ist ein ausreichend dichter Spenderbereich und ein Haarausfall, der zur Ruhe gekommen ist. Bei noch fortschreitendem Verlust besprechen wir zuerst, ob eine Behandlung sinnvoll ist oder zunächst abgewartet werden sollte.
Wie läuft der Tag ab?
Nach Planung der Haarlinie und örtlicher Betäubung werden die Grafts einzeln entnommen und eingesetzt. Je nach Umfang dauert das mehrere Stunden mit Pausen. Sie gehen am selben Tag nach Hause.
Wann sieht man ein Ergebnis?
Die verpflanzten Haare fallen in den ersten Wochen zunächst aus – das ist normal. Neues Wachstum beginnt üblicherweise nach etwa drei bis vier Monaten, das Gesamtbild zeigt sich nach neun bis zwölf Monaten. Verläufe sind individuell verschieden.
Was vor einer Haartransplantation geklärt wird
Zunächst die Ursache des Haarausfalls. Androgenetische Alopezie verhält sich anders als kreisrunder oder diffuser Haarausfall, und nicht jede Form eignet sich für eine Haartransplantation. Wir beurteilen den Spenderbereich und schätzen ein, wie viele Grafts realistisch zur Verfügung stehen.
Die Haarlinie ist die wichtigste Entscheidung
Eine zu tiefe, zu gerade Linie wirkt später unnatürlich und lässt sich kaum korrigieren. Wir planen sie so, dass sie auch in zwanzig Jahren zum Gesicht passt, und zeichnen sie vor dem Eingriff gemeinsam an.
Begleitende Maßnahmen
Eine Transplantation stoppt den fortschreitenden Verlust der eigenen Haare nicht. Deshalb besprechen wir, ob eine begleitende medikamentöse Therapie sinnvoll ist. Bei nachgewiesenem Nährstoffmangel kann auch eine Infusionstherapie Teil des Plans sein – als Ergänzung, nicht als Ersatz.
Wie verläuft die Heilung?
In den ersten Tagen bilden sich feine Krusten, die nach etwa einer Woche abfallen. Der Spenderbereich ist kurz gerötet und beruhigt sich schnell. Die verpflanzten Haare fallen nach zwei bis vier Wochen zunächst aus – das ist ein normaler Teil des Zyklus und kein Zeichen für ein Scheitern.
Was ist danach zu beachten?
Zwei Wochen keine Kopfbedeckung mit Druck, kein Sport, keine Sauna und kein direktes Sonnenlicht auf die Empfängerzone. Das Waschen zeigen wir Ihnen beim ersten Kontrolltermin persönlich.