Trockene Augen gehören zu den häufigsten vorübergehenden Beschwerden nach einer Lidstraffung. Typisch sind Brennen, ein Sandkorngefühl und paradoxerweise verstärktes Tränen. In den allermeisten Fällen bessert sich das innerhalb einiger Wochen von selbst.
Warum entsteht das überhaupt?
Die Schwellung verändert kurzzeitig, wie exakt das Lid über die Hornhaut streicht und wie gut der Tränenfilm verteilt wird. Zusätzlich blinzeln viele in den ersten Tagen seltener und weniger vollständig, weil das Lid sich ungewohnt anfühlt.
Was hilft in den ersten Wochen?
Befeuchtende Augentropfen ohne Konservierungsmittel, tagsüber großzügig angewendet, und bei Bedarf ein Augengel für die Nacht. Reduzieren Sie Bildschirmzeit, Klimaanlage und Zugluft. Bewusstes vollständiges Blinzeln mehrmals täglich klingt banal, hilft aber messbar.
Wer ist besonders betroffen?
Menschen, die bereits vor dem Eingriff zu trockenen Augen neigen, Kontaktlinsenträger und Personen, die viel am Bildschirm arbeiten. Auch bestimmte Medikamente begünstigen es. Wenn das auf Sie zutrifft, sagen Sie es unbedingt im Vorgespräch – dann planen wir zurückhaltender.
Warum tränen die Augen, wenn sie trocken sind?
Weil der Reiz auf der Hornhaut eine reflexartige Tränenproduktion auslöst. Dieses Reflextränen hat eine andere Zusammensetzung als der schützende Tränenfilm und benetzt schlechter. Starkes Tränen ist deshalb kein Widerspruch zur Diagnose, sondern ein typisches Zeichen dafür.
Wann sollte ich mich melden?
Wenn sich die Beschwerden nach mehreren Wochen nicht bessern, wenn das Sehen verschwimmt und sich durch Blinzeln nicht klärt oder wenn Schmerzen und Lichtempfindlichkeit hinzukommen. Dann sehen wir uns die Hornhaut an und ziehen bei Bedarf augenärztlich hinzu.
Lässt sich das vorher abschätzen?
Zum Teil. Eine gezielte Frage nach bestehenden Beschwerden und, bei Verdacht, eine augenärztliche Untersuchung vor dem Eingriff geben Anhaltspunkte. Bei deutlich vorbestehender Trockenheit planen wir konservativer. Mehr zum Eingriff: Blepharoplastik.
Wie lange dauert es typischerweise?
Bei den meisten Betroffenen klingen die Beschwerden innerhalb von zwei bis sechs Wochen ab, parallel zum Rückgang der Schwellung. Ein kleinerer Teil braucht mehrere Monate, insbesondere bei vorbestehender Neigung. Dauerhafte Beschwerden sind selten und fast immer bei denjenigen zu finden, die schon vorher deutlich betroffen waren.
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