Hyaluron: welche Risiken es tatsächlich gibt
Die Hyaluron Risiken lassen sich in zwei Gruppen teilen: häufige, harmlose Begleiterscheinungen wie Schwellung und Blutergüsse, und seltene, aber ernste Komplikationen wie ein Gefäßverschluss. Die erste Gruppe betrifft fast jeden, die zweite fast niemanden – kennen sollten Sie beide.
Was ist in den ersten Tagen normal?
Schwellung, Rötung, Druckempfindlichkeit und kleine Blutergüsse an den Einstichstellen. Das klingt innerhalb von drei bis sieben Tagen ab. An Lippen und unter den Augen fällt es deutlicher aus als an Wange oder Kinn.
Was ist ein Gefäßverschluss?
Gelangt Material in ein Blutgefäß, kann die Durchblutung des versorgten Areals unterbrochen werden. Unbehandelt drohen Gewebeschäden, an bestimmten Stellen im Gesicht in sehr seltenen Fällen auch Sehstörungen. Es ist die relevanteste Komplikation überhaupt.
Woran erkenne ich ihn?
An sofortigem, ungewöhnlich starkem Schmerz während oder direkt nach der Injektion, an auffälliger Blässe der Haut und später an einer netzartigen livide Verfärbung. Bei diesen Zeichen melden Sie sich sofort – nicht am nächsten Tag.
Wie wird das Risiko gesenkt?
Durch Kenntnis der Gefäßverläufe, durch langsames Injizieren mit geringem Druck, durch stumpfe Kanülen in risikoreichen Arealen und durch Aspiration, wo sie sinnvoll ist. Keine dieser Maßnahmen ist ein Ersatz für Erfahrung.
Was sind Knötchen?
Tastbare Verhärtungen, die durch ungleichmäßig verteiltes Material entstehen. Meist lassen sie sich durch Massage oder mit dem Auflösungsenzym beheben. Selten sind entzündliche Knoten, die auch Monate später auftreten und ärztlich behandelt werden.
Kann es zu einer Infektion kommen?
Selten, aber möglich. Zeichen sind zunehmende Rötung mit Überwärmung, Schmerz und gegebenenfalls Fieber ab dem zweiten oder dritten Tag. Deshalb gilt: keine Behandlung bei akutem Infekt oder frischen Herpesbläschen im Areal.
Wer sollte nicht behandelt werden?
In Schwangerschaft und Stillzeit, bei Autoimmunerkrankungen im aktiven Schub, bei bekannter Allergie gegen Bestandteile und bei Infektionen im Behandlungsareal. Auch nach kürzlicher Impfung warten wir einige Wochen ab.
Was ist der wirksamste Schutz?
Ärztliche Durchführung, ein zugelassenes und auflösbares Präparat sowie vorrätige Hyaluronidase. Diese drei Punkte können Sie vor jeder Behandlung abfragen, und Sie sollten es tun. Mehr zum Verfahren: Hyaluron-Filler.
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